EU loves Canada

 

„The oneness of all life“

Einblicke in den kulturellen Hintergrund der Tänze, Tanzbekleidung

und Theaterstücke der "Ersten Völker", ("First Nations")

von der Nordwestküste Kanada's.

 

Dieser Bericht beinhaltet unter Anderem Ausführungen aus einem Interview mit "Chief" Michael Dangeli (aktiver Künstler, Tänzer und Lehrer). Michaels Abstammung ist "Nisga" und "Tsimshian". Sein traditioneller Name ist "Goothl T'similx". Dies heisst: "Das Herz des Bieberhauses" ("the heart of the beaver lodge"). Die Hauptgruppen("Clans") mit denen Michaels Familie in Verbindung steht, sind die des Adlers(Eagles), Raben(Ravens), Killerwhals(Blackfishs- Killerwhales-Orcas) und des Wolfes(Wolfs).

 

Zu den Umgangsformen und der Höflichkeit möchte ich erwähnen, das wenn ein Gast, Stammesmitglied oder Künstler sich vorstellt, geschieht dies traditionell in einer bestimmten Art und Weise. Eine Festlichkeit, die mit künstlerischen Darbietungen und dem Vergeben von Namen einhergeht, würde zum Beispiel ein Anlass sein, sich formell der Tradition entsprechend vorzustellen. Zunächst wird erwähnt wer die Grosseltern sind oder waren und daraufhin folgend, von welchem "Haus" man abstammt. In welchem "Haus" man geboren wurde, ist vergleichbar mit dem Nachnamen in der westlichen Kultur. Dies gibt jemandem, der die Zusammenhänge der Familien einer bestimmten Gegend kennt die Information, in welcher Verbindung die Person, die sich vorstellt mit anderen Leuten in  der selben Gemeinschaft steht. Hierzu ist wichtig zu wissen, das die Namensvergebung von der mütterlichen Seite aus weitergereicht wird. Die "Totems" die jedem Kind zugesprochen werden, richten sich ebenfalls nach dieser Regel.

 

Michael gehört zu dem "Bieber/Adler Clan" ("Beaver/Eagle Clan") der "Nisga" und ist vorwiegend durch den Einfluss seiner Großmutter im Sinne und den Gebräuchen der "Nisga" aufgewachsen. Er begann seine Einführung in die Welt des Tanzens und der kunstvollen Fertigung von traditioneller Kleidung und Tanzmasken im Alter von fünf Jahren.

 

In seinem Familienwappen(Crest) befindet sich der Bieber mit einem nicht zerbrochenen Stock, (ein Stück Holz welches der Bieber im Mund trägt), Ringe (Skills), die ein Symbol für die "Potlatches"(grosses zeremonielles Fest) sind, welche der jeweilige "Chief" (Häuptling) abhielt und das in seiner Familie untergeordnete Zeichen des Adlers und Heilbutts. Die jeweiligen Symbole zeigen unter anderem auch an, wie weit eine Familie zeitlich zurück zu verfolgen ist. In der westlichen Welt gehen Stammbäume einige hundert Jahre zurück, jedoch die Zeitabmessungen hier sind erheblich länger und können ein Zeugniss von tausenden von Jahren ablegen.  

Der Stamm der "Nisga" hat seinen Ursprung im "Ness River Valley", einem Tal 500 Kilometer noerdlich von Vancouver, Britisch Kolumbien 's, Kanada.

Hier im Norden an der Westküste Kanada 's in der Nachbarschaft von "Terrace" einem kleinen Ort am "Sceena-River"(ein Fluss, der auf der Höhe von "Prince Rupert ins Meer fließt) findet man eine Gegend vor, die eine Vielzahl von besonderen Merkmalen und Überraschungen aufzuweisen hat. Zum Beispiel ein ausgedehntes Vulkangebiet, mit seinen wunderschönen Formen und ausgeprägten Landschaftseindrücken, die seines Gleichen suchen. Der "Sceena-River" ist einer der Hauptwasserwege für den Lachs, der vom Meer via "Sceena" seine Reise zu den Leichplätzen antritt. Auch findet man in diesem Gebiet den auf der Welt einzigartigen "Kermodibaer" ("Spirit Bear"). Der "Kermode"-Baer ist ein weißer Schwarzbär und Ihm zu begegnen, ist für den Wildnisbeobachter oder Fotografen eine absolute Seltenheit. Es handelt sich hier nicht um ein Albino und das Vorkommen dieses Bären beträgt zur Zeit etwa einhundert Stück. Dieses seltene Exemplar eines Schwarzbären ist nur in einigen Teilen Nordamerika 's zu Hause und vorzufinden. Ich habe dreieinhalb Jahre im Norden Kanada 's gelebt und bin dem "Kermodibaer" verschiedentlich begegnet. Er ist ein freundlicher Geselle, jedoch versteht es sich von selbst, das man einen nötigen Abstand von Bären halten muss um nicht störend zu wirken.  

Michaels Liebe zu den Tänzen und der Kunst seiner jahrtausenden alten Kultur transformierte Ihn in einen ausdrucksstarken und geschätzten Künstler des Nordwestens Kanada 's und Nordamerika 's. Er hat den Ausspruch geprägt, "Mein Ziel ist es, mitzuhelfen, mein Volk zu unterrichten, zu repräsentieren, bekannt zu machen und der Welt mitzuteilen, das wir nicht nur Objekte in Museen sind". Hiermit unterstreicht Michael Dangeli den äußerst wichtigen Aspekt, das die Kunst der "Ersten Völker" der Wesküste eine innovative, lebendige und bis zum heutigen Tage eine sich selbst ständig erneuernde und eigenständige Kunstrichtung ist.

Die Tänze und Tanzvorführungen haben verschiedene Hintergründe, Wertigkeiten und Ausdrucksformen. Die Verschiedenheit der Tänze in ein Schema zu pressen, möchte ich hier nicht versuchen. Vielmehr werde ich einzelne interessante Aspekte aufgreifen und versuchen Diese näher zu erklären. Ein Tanz kann zeremonieller und spiritueller Natur sein oder mehr in der Richtung eines Theaterstückes vorgeführt werden. Der spirituelle Tanz beherbergt die Element des heiligen, traditionell geschützten; ist daher strengen Regeln unterworfen und wird nicht öffentlich das heißt außerhalb der Gemeinschaft dargeboten. Hier handelt es sich zum Beispiel um Festlichkeiten wie "Potlatches" (Die großen Feste des "Potlatches" wurde in der Regel im Winter gefeiert.) oder Festlichkeiten die in "Longhouses" (großzügig angelegte und kunstvoll verzierte Gemeinschaftshäuser) abgehalten werden.  Diese Art des traditionellen Tanzens in der Gemeinschaft wird auch "Clan-Dancing" genannt. Es werden natürlich in der Regel Gäste eingeladen, die an den jeweiligen Festlichkeiten oder Anlässen teilhaben. Alle Tänze, die keine strenge Bindung an die traditionellen Regeln und Vorschriften haben, können "öffentlich" aufgeführt werden und werden auch nach Absprache mit den "Ältesten" (Elders) modifiziert, umgebaut oder neu entworfen. Es ist nicht ungewöhnlich, das neue Lieder und Tänze komponiert und verfasst werden. Die "Ältesten" um Rat zu fragen oder die neuen Tänze und Lieder mit Ihnen zu besprechen, um sicher zu stellen, das das Kulturgut entsprechend gehandhabt wird, ist eine Sache von Ehre, Respekt und Selbstverständnis. Einen neuen Tanz, Theaterstück oder Lied ins Leben zu rufen, ist auch ein Lernprozess, da das "Feedback" der "Ältesten" in einem offenen Dialog mit einfließt, die Vergangenheit mit einbezogen wird und in jedem neuen Werk widergespiegelt ist. 

Der Einführungstanz "Chief" Michael Dangeli 's Tanzgruppe ist der "Clan-Dance". Er stellt die vier "Clans" und Ihre Symbole an den Anfang der Vorführung und zeigt so auf, wie Diese im "Clan-Systhem" in Zusammenhang stehen. In dieser Weise, stellt sich die Tanzgruppe selber vor und erklärt die Reihenfolge der Masken und Zeichen. Im Einführungslied erscheint der Adler (Eagle) als Erster und der Rabe (Raven), Killerwhal (Blackfish- Killerwhale-Orcas) und Wolf (Wolf) folgen. Das Auftreten der verschiedenen "Clan-Zeichen" in dieser Reihenfolge steht nicht mit dem Rang eines Symbols in Verbindung, es ist lediglich die Auswahl der Tanzgruppe. Jedoch hat jedes Zeichen seinen eigenen Bezug im Sinne einer Historischen Begebenheit oder Geschichte, die diesem "Familien-Symbol" zugeordnet ist. Es gibt viele Tänze und mündlich überlieferte Geschichten über die Entstehung und spirituelle Verbindung zu jedem der "Familienzeichen". Die Legenden und Tänze beschreiben, das vor langer Zeit, als die Menschen von dem "Erschaffenden" ("Creator") auf die Erde gebracht wurden, Dieser ebenfalls vier "Häuser" ("Longhouses") mit den verschiedenen Familienzeichen aufstellte. Der "Creator" unterschied auf diese Weise die Familien voneinander und bis zum heutigen Tag werden die Symbole der Familien bei der Partnerwahl beachtet um Familiennahe Beziehungen zu vermeiden. 

Viele Masken haben menschliche Züge, sie symbolisieren Transformation und weisen so auf die innere Verbindung von Mensch und Zeichen ("Totems") hin.

Der Begriff der Transformation spielt eine wesentliche Rolle in der Mythologie und dem Leben der "First Nations" an der Westküste. Die  Gegenwart kann hier als kreativer Übergang von Vergangenheit und Zukunft angesehen werden.

Den Tag zu leben - das Augenmerk auf die Zukunft gerichtet; jedoch mit dem Hintergrund, der stolzen Vergangenheit gerecht zu werden. Als Vorsatz: "Erneuere Dich, setze Dir eine weitere Hürde, die es zu überschreiten gilt; indem Du die Vergangenheit ehrst, jedoch einen neuen Tag bewusst erlebst und so ein Stück Geschichte durch Dich in Szene gesetzt wird." 

Als wichtiges Beispiel möchte ich den Kopfschmucktanz erwähnen.

Der Kopfschmucktanz war ein Tanz für die "Chiefs" ("Oberhaupt"), die nicht grundsätzlich mit einem Koenig oder einer Königin vergleichbar sind. Der Tanz beginnt in der Regel mit dem Auftritt einer Person die sich in der Medizin auskennt. Der Medizinmann ("Schamane") als Symbol und Zeichen für gute Medizin. Der Kopfschmuck darf nur von "Chief 's" oder Anwärtern dieser Position getragen werden und im Vergleich zu einer Maske weist er auf höhere Kraft und Spiritualität hin. Die Stirn wird als Sitz der stärksten Energie und Kraft der Seele angesehen. Trommeln und die Rabenrassel werden in diesem Tanz als Instrumente und Symbole verwendet. Bei den Trommeln unterscheidet man von der Bauart und dem Klang her die Holztrommeln von den mit Fell bespannten. Jede Trommel erzählt ihre eigene Geschichte mittels der aufgebrachten Symbolik.   

 

Ein "Chief" wird vom Erbrecht her in seine Position hineingeboren, muss jedoch seiner Aufgabe gemäß leben um anerkannt zu werden, da die Möglichkeit besteht Ihn abzusetzen. Er hat die meiste Verantwortung in der Gemeinschaft, erwirbt Weisheit und Wissen in seiner Erziehung und ist in jeder Weise die Stütze der Gesellschaft. Ein "Chief" würde in der Regel nicht selber tanzen, da dies seinem Stande nicht angemessen ist. Tanzen ist ein Weg um Kraft und innere Stärke zu zeigen und ein "Häuptling" braucht sich nicht mehr in der Form von Tänzen zu beweisen, da er einem der höchsten Ränge angehört. Er erfährt Ehrung durch Gesaenge oder Tänze die für Ihn geschrieben werden. Auf diese Weise kann ein durch Taten berühmter "Chief" in den Texten Theaterstücken und Vorträgen, die Ihm angedacht sind eine Art Unsterblichkeit erlangen, da Diese von Generation zu Generation weitergereicht werden.   

Ein weiterer Tanz trägt den Namen "Challenge" ("Herausforderung"). Dieser Tanz hat eine außerordentlich große Bedeutung für die Männer und Frauen die in dieser Aufführung mitwirken. Die geladenen Gäste und Zuschauer verfolgen die Darbietung ebenfalls voller Spannung, da das Augenmerk hier auch auf das "Karrisma" der Tänzerinnen und Tänzer gerichtet ist. Festlichkeiten wie "Potlatches" bieten sich natürlich auch zur Partnersuche an, da in der Regel viele Gäste von Nah und Fern eingeladen werden um an den zeremoniellen Ereignissen teilzunehmen. Alle "Zeichen" werden einzeln aufgerufen, treten hervor und nehmen an dem "Challenge-Dance" teil, so das die Zuschauer sehen können zu welchem "Haus" (Familie) die jeweiligen Tänzerinnen und Tänzer gehören. Der Tanz ist in voller Bewegung und Harmonie mit der Musik, jeder gibt sein Allerbestes. Die Aufmerksamkeit ist nun auf die Trommler gerichtet, da sie jeden Moment den Takt unterbrechen werden. Das ist das Zeichen für die Tänzer in die Hocke zu gehen und wer diesen Schritt am tiefsten ausführt, zeigt so seine Kraft, Ausdauer und Reaktionsfähigkeit. Die Tänzerinnen zeigen in diesem Teil des Tanzes Ihre Eleganz und Geschmeidigkeit. Die Trommler nehmen den Takt wieder auf und die Tanzgruppe passt sich der Musik an und es erscheint, als ob die Trommeln nie aufgehört hätten zu spielen.       

Der Klang der handgefertigten Trommeln und Musikinstrumente, die Tanzbekleidung, die Masken oder auch Puppen und andere Objekte, die zu Vorführungen verwendet werden, sind dazu in der Lage, einen das "Hier" und "Jetzt" vollkommen vergessen zu lassen und man wird in eine Stimmung versetzt, die nur schwer zu beschreiben ist. Ich wuerde es als ein "magisches" Gefühl der "Schwerelosigkeit" beschreiben, als ob man in eine neue spannungsvolle Dimension eintaucht oder entführt würde.    

 

Michael Dangeli, Künstler, Tänzer und Lehrer, rief das "House of Culture"-Programm Vancouver B.C. ins Leben, welches sich mit "First Nations" Kunst der Westküste auf holistische Art und Weise auseinandersetzt und ebenso die Bearbeitung von Holz und die Kunst des Schnitzens beinhaltet. Unter Michaels Anleitung werden im Verlauf dieser Programme Workshops und Seminare abgehalten. Michaels Arbeiten beinhalten: "Design"-"Regalia" (Tanzbekleidung), Masken, Rasseln, Paddel, Löffel, Trommeln, Truhen, Kunstdrucke und "Totempoles" (Wappenpfähle).    

 

Michael hat an Vorführungen und Demonstrationen der "North West Coast Art" (Kunst der Nordwestküste) in Britisch Kolumbien und Ontario (Kanada), Alaska, Washington, Idaho, Iowa (USA), Österreich, Deutschland, Malaysia und Indien teilgenommen.

 

Im Alter von einundzwanzig Jahren, erhielt Michael Dangeli seine ersten Werkzeuge für die Holzbearbeitung von seinem Onkel Randy Adams. Michael belebte die Traditionen und Lebensweisen seines Volkes, indem er bei Festtänzen und Festlichkeiten mitwirkte. Er studierte Kunst und Geschichte an der Universität von "East-Ketchikan" in Alaska, und "Seattle", wurde Mitglied der Tanzgruppe "Tsimshian Haayuuk Dancers", geleitet von dem wohl bekannten Künstler David Boxley. 1998 vertiefte Michael Dengeli sein Wissen ueber "Design" und Holzbearbeitung in seinen Studien mit Mr. Boxley. David Boxley hat bisher siebenundfünfzig atemberaubende "Totempoles" (Wappenpfaehle) fertig gestellt und belegt somit die erste Stelle in dieser Kategorie der Holzskulpturen.

Michael Dangeli fertigte viele seiner frühen zeremoniellen Kleidungsstücke aus Leder an. Er genoss das Erlernen des Kunstdesigns unter anderem von seinem Onkel Randy Adams, einem ausgesprochen anerkannten Künstler der nun schon sein vierzig Jahren sein Handwerk in der Kunst der Holzbearbeitung ausfuehrt. Das Studium der traditionellen Kunst der "Ersten Völker" ("First Nations") von der Westküste Kanada 's beinhaltet viele Schritte und zieht sich über Jahre der Einweisungen in der Gestaltung von Linienführung und Mustern hin bis zur Ausreifung und Spezialisierung in einer bestimmten Sparte der Fertigung von Kleidung, Musikinstrumenten, Masken, zeremoniellen Kunstgegenstaenden, "Dancescreens" (Tanzhintergrund), "Totempoles" (Wappenpfähle), "Longhouses" (reichhaltig mit Kunst versehene Gemeinschaftshäuser und einer Reihe von Gebrauchsgegenständen wie zum Beispiel künstlerisch verzierten Truhen.  

 

Die Tanzbekleidung gibt Aufschluss über Status und Herkunft des Tänzers oder der Tanzgruppe. Das  Thema des Tanzes steht auch meistens in direkter Verbindung der Bekleidung und den Objekten, die in der Aufführung eine Rolle spielen. Der Kopfschmuck symbolisiert die Verbindung mit einer höheren Kraft. Diese Kräfte zu erreichen, muss man bestimmte Wege der Reinigung und Erleuchtung beschreiten. Der Tänzer, welcher den Kopfschmuck trägt zeigt, das er in Frieden und Einigkeit mit der Welt lebt. Der Kopfschmuck ist auf der Stirn platziert und mit den verschiedensten Ornamenten versehen. Es werden zum Beispiel Daunenfedern des Schwan 's, Barthaare des Seelöwen und edle Fellstücke als Verzierung und Symbolik verwendet. Status und Wohlstand eines "Chief 's", wird durch die Menge des verwendeten Fells angezeigt. Die Daunen des Schwan 's sind ein Zeichen von Frieden und der Tänzer ist bestrebt diese durch seine Kopfbewegungen stäendig in der Luft zu halten.

 

Bei den "traditionellen" und "modernen" Theaterstücken, handelt es sich um Tanzvorführungen, die mit Theatervorführungen des Westens zu vergleichen wären. Hier können neue Aspekte in die Darbietung aufgenommen werden und dies gibt dem jeweiligen Stück die Möglichkeit ein breites Spektrum an Reflektionen im Publikum sowie in der Tanzgruppe hervorzurufen. Vielfach entsteht auch eine gewollte Interaktion zwischen Gruppe und Zuschauer. Geschichten die von trauriger, lustiger, gesellschaftskritischer, heldenhafter, satirischer oder futuristischer Natur sind, um nur einige zu benennen, werden in den ausdrucksstarken Tänzen zum Leben erweckt. Die Geschichten und Begebenheiten verschmelzen im Tanz mit den Masken, Kostümen und der kraftvollen Musik und nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise in die Welt der Bewegung, des Rütmus oder der Transformationen.

 

Die Themen der Theaterstücke sind zahlreich und verschiedenster Natur. Zum Beispiel die Geschichte einer Wiederbelebung. In dieser Vorführung wird eine Person enthauptet, der Tänzer trägt einen geschnitzten Kopf und verbirgt sich um Verletzungen aus dem Wege zu gehen in seiner Tanzbekleidung.

Der "Schamane" ("Medizinmann") bringt diese Person, die seit vier Tagen tot war ins Leben zurück und demonstriert so seine Kraft und Stärke. Die Objekte, die bei Tänzen verwendet werden, kann man auch in den Ausstellungen des anthropologischen Museums in Vancouver betrachten. 

 

 

Originalzitate:

The headdress is not heavy, but the rest of the regalia is. The swan down are a sign of peace and the dancers have to work hard, to keep the swan's down up in the air. If the swan's down hit someone, this was a sign of peace to that person.

The neck ring is sort of heavy to show the weight of responsibility.

 

Dancing is showing power and inner strength

 

The headdress shows moving to a higher power. To achieve this higher power through trials, cleansing, bathing, vision quests, you have to rise to the ability to wear a headdress.

 

The headdress wearer is showing being at peace with the world.

 

The headdress is positioned on the upper forehead, it can have various ornamentations, for example swan's down, sea lion whiskers and fur. The amount of fur shows status and wealth of a "chief." The headdress is not heavy, but the rest of the regalia is. The swan down are a sign of peace and the dancers have to work hard, to keep the swan's down up in the air. If the swan's down hit someone, this was a sign of peace to that person.

The neck ring is sort of heavy to show the weight of responsibility.

 

Dancing is showing power and inner strength

Chief's are not like King's or Queen's from the western world. They were born in the position of being a chief, but in the true sense, they were the most relayed upon person in the village.

-Because of their Wisdom and knowledge-

Chief's have to live up to their position, otherwise it can be taken away from them. Chief's do not dance  

 

Das Aufstellen eines "Totempoles" (Wappenpfahls).

Das Erlernen und die Techniken der Holzbearbeitung und Herstellung von "Totempoles" (Wappenpfahls).

Die Philosophie der Kultur-Geschichte?

 

Living the day with the future in mind, but honoring the past, is another transformation. In other words, "expand, raise the bar on yourself, live by honoring the past, but going on living a new day making a mark in history."

 

((Eine alte Legende erzählt von einer Zeit der Hungersnot im Land. Und das in dieser Zeit durch die Nächte hindurch das Schlagen von Trommeln und laut heulende Geänge zu hören waren. Die Situation wurde so extrem, das sich die Leute sogar bei Tageslicht nicht trauten ihre Behausungen zu verlassen.))

((Der Erzaehlung zur Folge, hielten Wolfsrudel ausgedehnte, nächtliche Tanzfeste ab, die mit lautem Trommeln, heulenden Gesängen und schönen Frauen einhergingen. 

Die Sage erwähnt auch, dass Wölfe manchmal zum Ozean reisen und sich in Whale verwandeln und das daher beide, der Killerwal und auch der Wolf in Rudeln jagen.))

 

((Peter Dawson ist ein Mitgleid der "Tsawataineuk First Nations" von "Kingcome Inlet", das sich 250 Meilen nördlich von Vancouver befindet.

Peter fertigte seine ersten Bleistiftzeichnungen im Alter von vier Jahren. Er entwirft seine Originale in einem für Ihn speziellen Stiels des "Native Designs", in kraftvollen traditionellen Farben.))

 

((Die Verkörperung der "Lightning Snake" ("Blitzschlange"), ist eine Schlange mit Federn, ein kraftvolles Seeungeheuer mit einem wolfsähnlichem Kopf und einer langen Zunge. Es ist typisch fuer "Blitzschlangen", das sie als Paar auftreten. In den Legenden wird berichtet, das der "Thunderbird" (Donnervogel) die "Lightning Snake" unter seinen gewatligen Flüglen mitsichführen kann und sie als Waffen benutzt.

Auf der Jagd nach Walen benutzt der "Donnervogel" die "Blitzschlangen" als Harpunen. Nach dem Angriff mit einer "Blitzschlange" ist sogar der riesige Wal hilflos und eine leichte Beute für den "Donnervogel".   

 

Alle Rechte weltweit vorbehalten durch Island Art Publishers,

EuroConnect Corporation und die Künstler“.

EU loves Canada ist ein europaweit registriertes Warenzeichen—(Trademark)

unter EuroConnect Corporation Vancouver B. C. Canada.

 

Ausführungen zum Interview mit "Chief" Michael Dangeli Vancouver Kanada;

Johannes Löhnenbach

 

Transformationsmaske:

Künstlerischer Entwurf und Herstellung

von

"Chief" Michael Dangeli.

 

"Chief"

Michael Dangeli

und seine Partnerin Christine in traditioneller Kleidung.

 

 

Aus unserer Sammlung

 

von der

 

Nordwestküste Kanada ´s.

 

 

"Kwakiutl Chief",

von Warren Cooke.

In diesem Zusammenhang möcht ich den Künstler Warren Cooke vorstellen. Er fertigte seine ersten Ölgemälde im Alter von dreizehn Jahren. Die erste Kunstausstellung präsentierte er im stolzen Alter von sechs zehn. In der oben gezeigten Zeichnung sehen Sie einen "Kwakiutl Chief", der eine traditionelle Knopfdecke ("Button Blanket") trägt, ein angespitztes Paddel haltend; welches man in kriegerischen Auseinandersetzungen auch als Waffe benutzte.

 

Die "Sisiutl" (Zweikoepfige-Seeschlange), die nur "Chiefs" (Häuplinge) als Kopfschmuck tragen durften, ist hier ebenfalls dargestellt. "Sisiutl" hat viele Darstellungsweisen, sie repräsentiert das Spiegelbild unseres "Selbst" mit den Möglichkeiten der guten und bösen Aspekte, die in uns liegen. Als Individuen können wir alle gehässig und destruktive oder liebend und konstruktive mit unserem Leben umgehen. 

"Sisiutl and Box of Treasures",

&

"Sisiutl", von Peter Dawson.

 

"The Killer Whale", von Peter Dawson.

 

Holztrommel:

 

Künstlerischer Entwurf und Herstellung von "Chief" Michael Dangeli.

Die Symbolik dieser Trommel erzählt von der Verbindung Michaels und seinen zwei Söhnen.

 

Tanzmaske:

 

"Humanface"

Künstlerischer Entwurf

und Herstellung von

"Chief" Michael Dangeli.

 

An dieser Stelle möchte ich

"Joe Wilson,

„Coast-Salish—Künstler" vorstellen.

 

Joe Wilson schreibt dem Zeichen des Biebers in seinem Kunstwerk "Salish Beaver" die Qualitäten "Geduld" und "Stärke" zu. Er wünscht sich Stärke für Künstler der Zukunft und die dazu nötige Geduld.

 

EU loves Canada—Haus Bonn

 

Young -Old Mask

 

Künstler:

Ron Sager

(Mohawk Carver)

 

 

 

EU loves Canada—Haus Bonn

 

Bear Human

Transformation Mask

 

Künstler:

Ron Sager

(Mohawk Carver)

 

EU loves Canada—Haus Bonn

 

Old Person

Mask

 

Künstler:

Ron Sager

(Mohawk Carver)

Design von:

“Chief Mike Dangeli”